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Jerusalem – ein Sehnsuchtsort. Jeder wird das Foto auf dem Titelbild auf Anhieb erkannt haben, auch wenn er noch nie dort war. Und wer dort war, wird es nie mehr vergessen.

Jerusalem – für uns Christen verbindet sich damit vor allem der Ort, wo Jesus am Kreuz für uns starb und auferstand. Am 1. Sonntag im März, dem letzten Sonntag vor der Passionszeit, werden wir vom Wochenspruch aufgefordert, uns nach Jerusalem aufzumachen:

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn (Lukas 18,31).

Kaum einer von uns wird in den kommenden Wochen nach Jerusalem reisen, um sich dort in die große Menge der Pilger einzureihen. Doch wir alle sind gerufen, uns gedanklich auf diesen Weg zu machen. Auf den Weg, der für Jesus ein Weg ins Ungewisse war, den er aber mit der Gewissheit ging, dass Gott, sein himmlischer Vater, diesen Weg für ihn vorherbestimmt hat. An dieser Gewissheit hat Jesus festgehalten, auch im tiefsten Leid, auch im dunkelsten Moment, als er sich von Gott verlassen fühlte.

Sich aufmachen nach Jerusalem heißt für uns heute, das Leiden unserer Tage nicht auszublenden, es anzunehmen, wenn es für uns ins Ungewisse geht. Denn mit Jesus nach Jerusalem gehen heißt eben auch, fest mit Gottes Begleitung zu rechnen, und mit seiner Zusage: Ich bin da. Gott, der ein Gott des Lebens ist, weicht nicht von unserer Seite, auch nicht in Leid und Tod.

Ich wünsche Ihnen eine erfüllte und besinnliche Passions- und Fastenzeit.

Ihr Superintendent Jochen Kinder

 

           

 


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