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Predella Stadtkirche Borna: Familie der Maria

 

Maria aber behielt alle diese Worte und
bewegte sie in ihrem Herzen.

Lukas 2, 19

Liebe Festgemeinde,
welche Worte behielten Sie in Ihren Herzen und bewegten Sie? War es ein Zuspruch der Eltern, ein Heiratsantrag oder eine Liebeserklärung. Waren es ermutigende Worte einer Freundin oder eines Freundes? Waren es Worte der Bibel oder eines Seelsorgers?

Gesprochene Worte sind physikalisch gesehen, eine bestimmte Abfolge von Schallwellen. Auf dem Papier ergeben geschriebene Worte ein bestimmtes Muster. Diese wissenschaftliche Seite ist nicht allzu aufregend. Jedoch können Worte in unseren Herzen eine Seele aufbauen, aber leider auch zugrunde richten. Wir können Worte missverstehen, wir können einen wohlmeinenden Sinn oder einen abwertenden Sinn hineinlegen. Der sprechende Mensch kann es auch ganz anders gemeint haben. In Ihrem Leben werden Sie die unterschiedlichsten Erfahrungen mit gesprochenen und gelesenen Worten gemacht haben.

Es gibt aber eben diese Worte, die unser Leben prägen werden. Mancher wählte seine Worte so aus, dass sie eben das Leben des anderen prägen. Vielleicht ist es aber auch nur ein dahingesagter Satz, der eine große emotionale Wirkung hinterlässt. Am Ende spielt es keine Rolle, wie lang diese Worte zurückliegen. Gerade Worte aus der Kindheit, wenn man die Welt intensiv aufsaugt, können einen Menschen lebenslang prägen. In der Kirche versuchen wir durch Tauf-, Konfirmations- und Trausprüchen wichtige Signale für das Leben zu senden. Vielleicht ist Ihnen einer dieser Sprüche auch wichtig geworden.

Gerade in unserer gegenwärtigen Zeit gewinnt dasjenige an Bedeutung, dass wir in unseren Herzen tragen. Wenn Menschen isoliert werden, um sie vor der Covid-19-Erkrankung zu schützen, und Gespräche kaum möglich sind, sind Menschen auf ihr Innerstes angewiesen.

Die Weihnachtsbotschaft verkündet die frohe Kunde für alle Herzen: Jede und jeder ist ein geliebtes Kind Gottes. In der Erinnerung gibt es vielleicht manche Begebenheit, bei der Sie sich fragen, ob mich Gott deshalb lieben kann. Gott liebt die Menschen, obwohl sie schuldig geworden sind. Mit seiner Liebe will er Schuld überwinden und ihre Seele heilen. So kann sich das Gute in einem Menschen besser entwickeln.

Es ist wichtig, die tröstenden und ermutigenden Worte der Bibel oder von Menschen in das eigene Herz hineinzulassen. Mit solchen zuversichtlichen Worten lassen sich auch schwierige Wegstrecken gehen, weil dabei die Hoffnung stark und lebendig ist: Es kommen wieder bessere Tage, die das Herz erfreuen. Wer solche Erfahrungen verinnerlichen kann, erhält auch die Kraft, selbst gute und segensreiche Worte weiterzugeben. Dadurch können andere Menschen Zuwendung und Stärkung erfahren.

Nutzen Sie die Weihnachtszeit, sich Ihrer guten Worte zu erinnern, die Ihr Leben beflügelt haben. Diese Lebenserfahrung könnte Sie befähigen, selbst Worte weiterzugeben, die andere im Innersten ihres Herzens bewegen. Dann wird die Weihnachtsbotschaft mit bewegenden Worten weitergegeben.

Mit vielen Segenswünschen zum Christfest auch im Namen von Superintendent Jochen Kinder und Pfarrer in Ruhe Thomas Mallschützke sowie vom Kirchenvorstand und den Mitarbeitenden

 

Pfarrer Reinhard Junghans


Liebe Kinder, welche Farben möchtet Ihr dem Bild geben?

Bleibt behütet als Kinder Gottes! 

Nicole Großmann und Christina Staude

 


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