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Der Pfingstmontag stand neben einem gelungenen Umweltgottesdienst, in dem es um die Wahrung der Schöpfung ging. Neben der Frage, wie es weiter für die Deutzener Kirche St. Konrad geht, die im vorigen Jahr im Mittelpunkt des Umweltgottesdienstes stand, nahm man sich des Strukturwandel-Themas in der Region an.

Zwischen Gottesdienst und Podiumsdiskussion gab es, bei Bratwurst und Kuchen, die Gelegenheit sich untereinander auszutauschen. Der Eine-Welt-Laden Connewitz bot einen bunten Mix seiner Produkte an. Die Kinder wuselten fröhlich auf der Wiese rund um die Kirche während „Klärchen“ mit voller Kraft seine Strahlen auf die Erde sendete.

Mitten in dieser wunderbar gelassener Stimmung, rief Pfarrer Dr. Dietrich Oettler zum Podiumsgespräch. Von den rund 200 Gottesdienstbesuchern, interessierten sich ca. 70 für die Chancen in unserer Region, die der Strukturwandel mit sich bringt. Schließlich stand die Veranstaltung auch in der Nachfolge der Umweltgottesdienste in den 80er Jahren: „Unsere Zukunft hat schon begonnen“!

Der Einstieg der Diskussion war Nachahmenswert. Wurde doch zuerst von Pascal Kühn (Lehrer für Physik, Mathe und Chemie am Rochlitzer Gymnasium) erklärt, über was wir unter der Begrifflichkeit „erneuerbare Energien“ zu verstehen haben. Somit erklärte Kühn eine Brennstoffzelle sowie Herstellung und Nutzung von „Grünen Strom“. Ausgangspunkt für den Ingenieur Ingmar Reichert (Seecon) und dem Marketingverantwortlichen Florian Thamm des Hydrogen Power Storage, kurz HYPOS (angesiedelt bei der Metropolregion Mitteldeutschland) miteinander ins Gespräch zu kommen. Während Thamm die Fortschritte der technologischen Entwicklung zur Erzeugung von grünen Wasserstoff erläuterte, ergänzte Reichert mit den Aufzeigen von Möglichkeiten weitere Industriearbeitsplätze zu schaffen. Dies war das Stichwort für den Landrat des Landkreises, Henry Graichen.

„Zunächst einmal muss nach dem Ausstieg der Braunkohle eine verlässliche und bezahlbare Alternative der Energieversorgung gewährleistet sein. Es wird ein Mix aus Energien, die Chancen für die Region als Industriestandort bieten, geben. Wir müssen den ca. 5.000 Menschen, welche direkt im Bergbau beschäftigt sind und jene aus dem nahen Umfeld, einen neuen Arbeitsplatz schaffen. Der Sprung nach vorn, den wir jetzt alle gemeinsam anpacken müssen, wird auch mit einem Budget untermauert, welches die Unternehmen nutzen sollten. Dafür finden in den kommenden Wochen intensive Gespräche mit den Beteiligten statt.“

Die Gäste der Diskussion brachten sich mit klugen Statements und Fragen ein und bekundeten damit ihr großes Interesse am Thema.

Pfarrer Dr. Dietrich Oettler hatte sich sehr gut vorbereitet und führte mit guten Fragen durch das Gespräch. Die Zusammenfassung dessen brachte er mit Zusammenhalt, Vielfalt und der Bereitschaft sich zu wandeln auf den Punkt.

 

           

 


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