user_mobilelogo

Erzieher/in gesucht

Die Evangelische-Lutherische Kirchgemeinde St. Marien sucht dringend ab sofort eine(n) Erzieher(in) bzw. Heilerziehungspfleger(in) als Krankheitsvertretung in unserer Kindertagesstätte Marienkäfer in Voll- oder Teilzeit bis ca. Sommer 2018.


Bitte melden Sie sich im 

Pfarramt 03433-802185 oder bei der
KiTa-Leiterin, Frau Rösig, unter 03433-260747.

 

„Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder“ Ps. 98,1

Die christliche Gemeinde ist von Anfang an eine singende Gemeinde gewesen. Freilich sind wir bei der Frage nach der Art und Weise dieses Singens vor unlösbare Rätsel gestellt. In Kol. 3, 16 und Eph. 5, 19 werden drei verschiedene Formen des Gesanges genannt: Psalmen; Hymnen und geistliche (geistgewirkte) Lieder. Mit den Psalmen sind mit größter Wahrscheinlichkeit die alttestamentlichen Psalmen zu verstehen, die seit Anbeginn in der christlichen Kirche gesungen wurden. Das „untereinander“ in Eph. 5, 19 erlaubt uns, an eine wechselchörige Ausführung der Psalmen zu denken. Wir kennen ja die Verse, die wir auch heute noch im Wechsel beten, sprechen oder eben singen.

Über die musikalische Ausführung der damaligen Zeit gibt es keine genauen Aufzeichnungen. Sicher wurden aber Instrumente der damaligen Zeit mit verwendet (Harfe, Blasinstrumente). In dieser Art wurden auch in der Urchristenheit neue Lobgesänge gedichtet. Möglicherweise könnten dies die Hymnen sein, die in den genannten Bibelstellen gemeint sind. So das Magnificat, der Lobgesang der Maria (Lk. 1, 46-55), das Benedictus, der Lobgesang des Zacharias (Lk. 1, 68-79) und der Lobgesang des Simeon (Lk. 2, 29-32).

Darüber hinaus gab es in den ersten Jahrhunderten weitere Dichtungen in Versmaßen (Lieder). Einige überlieferte Formen finden wir in alten Hymnen, Liedern auch in unserem Gesangbuch (EG 4; 99; 124). Die Form unserer Lieder, wie wir sie kennen, entstammen der Zeit der Reformation und später. Jede Zeit fügte neue Lieder und damit ihre Glaubenserfahrung hinzu. Dabei fallen mir Lieder von Jochen Klepper (EG 16; 64; 380) oder Dietrich Bonhoeffer (EG 65) und Dieter Trautwein (EG 170) ein.

Die Basis der Musik im Gottesdienst ist das Singen der Gemeinde. Unser Singen und Musizieren ist ein Bekenntnis zu Gott. Es bereichert das Gemeindeleben und ist so vielfältig. Ob ein neues Lied mit Gitarre oder Klavier, einstimmig oder mehrstimmig begleitet vom Posaunenchor oder der Kantorei gesungen, oder ein Kantatensatz mit Instrumenten oder ein Motettensatz a cappella gesungen, alles nimmt Gott als ein Lob an. Und er braucht jeden von uns. Wir dürfen uns über die Gabe des Singens und Musizierens freuen und danken.

Welche Kraft in unserer Musik steckt, spüren viele Menschen. Die Menschen in unseren Gemeinden, die Konzertbesucher und Zuhörenden. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott mit seiner Kraft Herzen und Sinne anrühren kann. So möchte ich allen, Groß und Klein, Jung und Alt, die sich in unseren musikalischen Kreisen engagieren herzlich danken und ermutigen dran zu bleiben und andere einzuladen.

Mit einem Lied auf den Lippen

Ihr Kantor
Jens Staude